Konfirmationen in Corona Zeiten

Konfirmation im Herbst, davon werden unsere diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden noch lange erzählen können.

Es war (fast) alles anders als sonst. Der Konfi-Unterricht durfte lange Zeit nicht stattfinden. Lange Zeit war auch nicht sicher: Funktioniert das im Herbst und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen.

Es hat funktioniert und wir hoffen, dass alle Konfirmandinnen und Konfirmanden einen unvergesslichen Tag erleben durften.

Ein Abendmahlgottesdienst am Vorabend der Konfirmation durfte nicht gefeiert werden. Aber die Konfis hatten bereits bei ihrem Wochenende im Januar zusammen Abendmahl feiern dürfen. Außerdem gab es statt des Abendmahlgottesdienstes einen Gottesdienst im Hohengehrener Pfarrgarten, an dem bei wunderschönem, sommerlichem Wetter vier Konfis getauft wurden.

Die Konfirmationen fanden dann an drei Sonntagen in insgesamt sechs Gottesdiensten in Kleingruppen statt. Die Plätze in den Kirchen waren genau abgezählt, damit die Familien weit genug auseinander saßen. Die Konfis durften bei ihren Familien sitzen und nicht, wie sonst, in der ersten Reihe.

Die Jungs und Mädels mussten /durften nur zuhören, was ihnen vielleicht gar nicht so unrecht war. Jede und jeder wurde einzeln eingesegnet und bekam die Urkunde überreicht.

Aber es gab Musik, es durfte (zwar mit Maske, aber immerhin) gesungen werden, und eine Stimmung war trotz aller Einschränkungen sehr festlich.

Schließlich habt ihr, liebe Konfis, Euch selbst für Eure Konfirmation entschieden. Denn, wie es der Gast in Baltmannsweiler, Martin Luther, deutlich gemacht hat, Ihr "könntet auch anders", niemand kann Euch dazu zwingen, Euch für Gott und den Glauben an ihn zu entscheiden. Und so hoffen wir, dass Ihr diese bewusste Entscheidung mit in Euer weiteres Leben nehmt und Euch ganz oft an dieses so ungewöhnliche, aber doch auch wunderschöne Fest erinnert.

Ulrike Raff